Das Schloss & das Kloster

motto:
Am Anfang gab es Äxte und Sägen. Aber das Land war verwildert und öde und über den  Tøebíèer Wäldern herrschte Finsternis. Und Gott sagte: Es werden schwarze Mönche!

Schloss & Kloster
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Schwarze Mönche

Wenn es das Kloster nicht gäbe, gäbe es auch kein Tøebíè. Die Mönche brachten die Zivilisation in die hiesigen Urwälder, erbauten die Stadt und verwalteten von ihrem Kloster aus die ausgedehnte Region. Irgendwann um das Jahr 1100 hauten ihre Äxte zum ersten Mal ein und um drei Jahre später stand inmitten der unendlichen Wäldern eine Kirche, die ihrem Ordensgründer, dem heiligen Benedikt, geweiht wurde. Der erste Abt, den sie Kuno nannten, musste ein tüchtiger Mann sein. Er gründete ein weitläufiges Kloster sowie viele Dörfer und Felder, die dazu gehörten. Sein Porträt können Sie am Eingangsportal der St. Prokops Basilika sehen. Der Abt war der einzige, der sich längere Zeit außerhalb des Klosters aufhielt. Andere Mönche blieben hinter der Klostermauer und arbeiteten ruhig an der Rettung der menschlichen Seele. Sie hatten dazu alles, was sie brauchten. Eine Hauskapelle, in der sie beteten, ein Dormitorium, in dem sie schliefen, ein Refektorium, in dem sie aßen, einen Garten, ein Gut, … manche verließen das Kloster nie im Leben und hielten sich damit an den  hl. Benedikt, der schrieb, „ihren Seelen tut es nicht gut.“

Irgendwann um die Hälfte des 13. Jahrhunderts lud der Abt Mathias Herrn Hermann ins Kloster. Er war eine Person, die mit der Gründung eines Dorfes oder einer Stadt beauftragt wurde. Er maß den Stadtumfang aus, entwarf ihren Plan, zeichnete Parzellen auf, fand Bewohner, organisierte hiesige Selbstverwaltung und als Belohnung erwarb er sich die Stelle eines Dorfrichters. Über das ganze Vorgehen blieb ein Vertrag erhalten, der bestätigte, dass der Dorfrichtersitz vom Steuerzahlen ausgenommen wurde. Er gehört zu einem der leider wenigen Dokumenten, die aus dem Kloster erhalten blieben. Im hiesigen Skriptorium wurde fleißig gearbeitet. Hier schrieb man Sybillas Vorhersagen ab, römische Legenden und wertvolle Chroniken inklusive der Chronik von Kosmas.

Viktoríns Flucht aus dem belagerten Kloster

Die Hussitenkriege ließen den Mönchen keine Ruhe. Im Jahre 1468 zog sich der Sohn von Jiøí von Podìbrady Viktorín mit seinem Heer nach Tøebíè zurück und etwas später kam der ungarische König Mathias Korvin mit seiner an Zahl überlegenen Armee in die Stadt. Viktorín verschanzte sich mit seinem über Eintausendmannheer auf dem einzigen befestigten Ort – im Kloster in Tøebíè. Wenn es Mathias gelungen wäre, Viktorín gefangenzunehmen, hätte er im Krieg gegen Jiøí von Podìbrady ein starkes Argument. Er ließ alle seine Kräfte entlang der Klostermauer versammeln, damit nicht einmal eine Maus weglief. Die Belagerung dauerte über drei Wochen und Viktoríns Männern ging Essen und Wasser zur Neige. In einer Chronik blieb diese Nachricht erhalten: „Als den Belagerten das Pferde-, Hunde- und Katzenfleisch ausging, verpflichteten sich die Tapfersten von allen Helden, ihre Körper zu verlosen und sie den anderen als Nahrung anzubieten. Beim ersten Mal war Viktorín selbst an der Reihe.  Solche Aufopferung wollten die Recken nicht annehmen, deshalb wagten sie einen Ausfall…“

Aus dem belagerten Kloster schossen sie einen Pfeil in das Heer von Viktoríns Bruder Heinrich, der dem Heer im Kloster zur Hilfe kam. Er war von einem Blatt Papier umwickelt, in dem Viktorín seinen Bruder zum gemeinsamen Nachtzug aufforderte. In der Nacht stürmte aus beiden Lagern das Heer, drängte Mathias weg vom Kloster und es gelang Viktorín zu flüchten. Mathias´ Zorn traf den Abt des Klosters, der abgesetzt wurde und auf seine Stelle kam ein Anhänger von Mathias. Seitdem erging es dem Kloster immer schlechter und im Jahre 1525 wurden die Benediktiner Mönche auf Dauer von hier verbannt.

Von einer Pritsche ins Himmelbett

Das Kloster hatte mehrere Besitzer und wurde im Rennaissancestil mit dazu gehörendem Großbauernhof umgebaut. Am meistens beeinflussten die Umbauarbeiten die Osovští von Doubravice, die in der Basilika sogar eine Brauerei errichteten. Zum ursprünglichen Zweck wurde sie erst von den Waldsteins gebracht, denen das Tøebíèer Schloss bis zum Jahre 1945 gehörte. Dann wurde es vom Tschechoslowakischen Staat konfisziert. Seit dem Jahr hat hier das Vysoèina Museum seinen Sitz.

Sehenswürdigkeiten UNESCO

Weitere Sehenswürdigkeiten

Freizeit

Informationen

Wie kommen Sie hierher
Hotel Winkler
Preis ab: 17.0 € Person/Nacht
Hotel Stern
Preis ab: 20.4 € Person/Nacht
Pension Uherèice
Preis ab: 9.6 € Person/Nacht
Pøidat hotel 
Wissen Sie…

Wissen Sie, dass in der Kreuzkapelle auf der Karlstein die Krönungskleinodien des heiligen Römischen Reiches und später auch die böhmischen aufbewahrt wurden? Der schönste Raum der Burg ist mit Gold, Halbedelsteinen, venezianischem Glas und wertvollen Tafelgemälden geschmückt. Die Besichtigung der Kreuzkapelle ist nötig zu reservieren.



Das jüdische Viertel

Der jüdische Friedhof

Hl. Prokops Basilika